Über die
Oberfläche hinaus.
Bild, Materialität, Wahrnehmung.
Der kreative
Prozess
Ich beginne mit der Zeichnung, doch von diesem Moment an nimmt das Gemälde einen Weg, den ich nicht vollständig voraussehen kann. Pinselstrich für Pinselstrich, Farbe für Farbe nimmt das Bild Gestalt an und verändert sich weiter.
Bis zum Schluss weiß ich nicht, wie das Ergebnis aussehen wird: jedes Werk ist, wenn es vollendet ist, auch für mich eine Entdeckung.
Die Trama
Percettiva
Meine Forschung entspringt dem Wunsch, über das Gemälde als bloßes Bild hinauszugehen.
Auf das bereits fertige Gemälde trage ich eine zweite, materiell erfahrbare Farbschicht auf: die Trama Percettiva.
Das Geflecht legt sich nicht über das Bild, um es zu verbergen, sondern um es zu vervollständigen. Es bildet einen Filter, durch den die Betrachtenden eingeladen werden, das Gesehene wieder zusammenzusetzen.
Aus der Nähe treten die Spuren und die Materialität hervor: Mit zunehmendem Abstand verbinden sich diese Elemente mit dem Gemälde, und das Bild findet zu seiner Ganzheit zurück.

Die Zeit
des Betrachtens
In einer Welt, die sich immer schneller bewegt, empfinde ich das Bedürfnis, einen Raum für Authentizität und bewusstes Betrachten zu bewahren.
Vielleicht entspringt meine Forschung auch deshalb dem Bedürfnis nach mehr Langsamkeit, nach einem tieferen Blick, der weniger an der äußeren Erscheinung haftet.
Das Werk verlangt Zeit, Aufmerksamkeit und einen Blick, der über die Oberfläche hinausgeht.
Von der Forschung
zu den Werken.

